Dragons holen Meistertitel

(04.05.2019)

In einem ultraspannenden Spiel holen sich die Pilatus Dragons den Titel gegen die Aigles de Meyrin mit einem 63 zu 60 Erfolg. Somit bleibt nach der Niederlage im Cup-Final wenigstens der Meisterpokal in der Zentralschweiz.

 

Teambild der Pilatus Dragons mit Meisterpokal

Suter aus der Zone bombensicher

Spuler und Jauch auf der Seite im guten Zusammenspiel

Hausammann mit Spuler im Pick 'n' Roll

Ein normales Team hätte nach einer schmerzlichen Cupniederlage den Kopf hängen lassen – zum Glück sind die Pilatus Dragons kein normales Team. Konzentriert bereiteten sie sich auf das anstehende zweite Finalspiel im Schweizer Paraplegiker-Zentrum vor, taten sich auch nochmals die schmerzlichen Szenen im Video an, welche zum Cup-Debakel geführt hatten. Doch der Start des Spiels verlief nicht nach dem Gusto der Zentralschweizer. Es war beinahe ein Déjà-vu aus dem Cup. Die Aigles trafen aus allen Lagen und Schwan Wahab liess wiederum einen frühen Dreipunktewurf in die Reuse der Drachen einfliegen. Doch diesmal verloren die Hausherren nicht den Kopf, blieben fokussiert und bissen sich fest im Adlergefieder. Auch wenn man noch mit 16:23 zu Ende von Abschnitt eins in Rücklage war, gewann man das zweite Viertel mit 14 zu 9. Die Dragons ärgerten sich aber über die verkorkste Schlussphase vor der Halbzeit, in der die Aigles noch zu fünf einfachen Punkten kamen.

 

Der knappe Rückstand zur Pause machte den Zentralschweizern kein Kopfzerbrechen, die Foulbelastung von Walter Spuler, David Jauch und Matthias Suter hingegen schon. Die drei waren in der ersten Halbzeit für die meisten Dragonspunkte verantwortlich. Suter startete furios und die neu formierte Seite mit Routinier Walter Spuler und David Jauch, funktionierte hervorragend. Die beiden hebelten das Defensivkonzept der Aigles ein ums andere Mal aus und brachten die Dragons so zurück in Schlagdistanz.

 

Spannende Schlussphase

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Dragons weiter und konnten gegen Ende des dritten Spielabschnitts – wiederum durch Treffer von Jauch und Spuler – in Führung gehen.  Doch die Aigles glichen kurz vor Ende des Viertels aus. Suter und Spuler waren mittlerweile mit vier Fouls belastet, was das Verteidigen nicht leichter machte. Doch die beiden lösten ihre Aufgaben brillant. Schwan Wahab, der stark begonnen hatte, hielt man in der zweiten Halbzeit gerade mal auf vier Punkten. Sogar die gefährlichen Fastbreaks der Aigles hatte man weitgehend unter Kontrolle auch wenn den Dragons bei weitem nicht alles gelang in der Offense. Daher konnten sich die Gäste vier Minuten vor Schluss nochmals mit fünf Punkten absetzen.

 

Diesmal waren die Dragons jedoch für den Challenge bereit. Jauch aus der Zone und Suter mit einem Freiwurf glichen das Spiel für die Dragons aus. Nach guter Defense von Spuler gegen Vardo, fand der Ball in der Offense den Weg zu Spielertrainer Nicolas Hausammann, der den Ball versenkte zur Dragons-Führung. Biale glich jedoch aus der Mitteldistanz aus, da die Deffensiv-Rotation etwas zu langsam war auf Seiten des Meisters. Just als Jauch per Missmatch und Hausammann erneut aus der Mitteldistanz auf Vier-Punkte Vorsprung stellten und alles für die Dragons zu laufen schien, kassierte Spuler unglücklich sein fünftes Foul. Lampart kam zu einem schwierigen Einsatz, 1:36 vor der Schlusssirene. Doch auch er löste seine Aufgabe hervorragend. Der Ball wurde gegen die Pressverteidigung sicher über die Mitte gepasst und Hausammanns zwei von vier Auswertung von der Freiwurflinie reichten, um mit einer erneut starken Defense weit ausserhalb der Dreipunktelinie den Sieg zu sichern.

 

«Uns kam heute die Erfahrung aus der EuroLeague zu Gute, wo wir in einer ähnlichen Situation zu tief standen. Zudem war unser Team Spirit und unser Fokus heute überragend, was uns ermöglichte die best-of-three Serie mit 2:0 für uns zu entscheiden», meinte ein sichtlich stolzer Spielertrainer zur geschlossenen Mannschaftsleistung des Schweizermeisters. Es ist der 11. Titel in Serie für die Pilatus Dragons.