Schweiz beendet EM auf Rang 10

(14.12.2021)

Der Klassenerhalt war das erklärte Minimalziel. Dem Team von Spielertrainer Nicolas Hausammann fehlte die Konstanz, um mehr zu erreichen.

 

Janic Binda im Zusammenspiel mit Louka Réal

Die Schweiz verabschiedet sich mit einer Niederlage von der EM in Madrid. Gegen Israel verlor das Swiss Team mit 48 zu 62. Das Spiel hatte Symbolcharakter für die EM-Leistung der Schweiz: gut aber nicht konstant genug. Diesmal war es der schlechte Start, von dem sich die Schweiz zwar erholte, bei der Aufholjagd jedoch zu viele Körner verbrauchte, um im Schlussviertel noch die entscheidende Wende herbeiführen zu können.

 

Gute Leistungen, wenig zählbares

Die Schweiz spielte gegen Polen und Frankreich gut mit, konnte die Spiele lange ausgeglichen gestalten und schnupperte an einer Überraschung. Schliesslich fehlte es aber an einer konstanten Leitung über 40 Minuten. «Verschossene eins gegen null Korbleger und eine schwache Freiwurfquote haben uns in vielen Spielen den Sieg gekostet. Wir nehmen mit, dass wir aus der Distanz noch besser treffen müssen, dann aber auch die sogenannt einfachen Dinger reinmachen müssen», konstatiert das Coaching-Trio Paye, Rosenberger und Hausammann nach der EM. Klar muss man sehen, dass die Gegner der Schweiz allesamt zu 100% aus Profispielern bestehen, dennoch hat man das Gefühl, dass die Schweiz dran ist an diesem Niveau und wenig fehlt einen grossen Gegner schlagen zu können.

 

Was bleibt ist ein klarer Sieg gegen ein schwaches Litauen und diesmal die Tagesform, die zu gunsten der etwa gleich starken Israeli ausgeschlagen hat. Vor zwei Jahren in Polen hatte sich die Schweiz den neunten Schlussrang gesichert, diesmal resultierte Rang zehn und somit der Klassenerhalt.

 

Covid-Chaos

Was mit einem löchrigen Hygiene-Konzept à la Bubble light der IWBF begann, versank zum Schluss im Chaos. Erst wurden die türkischen Männer vom Turnier ausgeschlossen nachdem immer mehr positive Fälle bekannt wurden. Nach einigen Tagen Ruhe und durchwegs negativen tätlichen Tests, dann de Schock, Team GB Women meden positive Fälle im Coaching Staff, zwei Tage später auch unter den Spielerinnen und zieht sich von den weiteren Spielen zurück. Nach dem Halbfinale melden auch die GB-Herren einen positiven Fall. Italien und Deutschland einigen sich darauf das Spiel um Platz drei sausen zu lassen, da die Italiener zwei Tage zuvor Gegner von Team GB waren. Die Finalspiele gewinnen sowohl bei den Damen als auch den Herren die Oranje - Team NL - forfait gegen Team GB, die aufgrund zu vieler positiver Coronafälle nicht antreten können.

 

Hier findet ihr alle Videos der Schweizer Spiele

Hier gehts zu den Stats